Dreimal habe ich am 2. Januar mit dem Bibelleseplan fürs ganze Jahr angefangen. Dreimal bin ich bis 3. Mose gekommen, und dreimal blieb die Bibel danach zu – bis zum nächsten Jahr.
An fehlender Lust lag es nicht. Ich schlug ein Buch über Opfergaben und Tieropfer auf, ohne zu wissen, was das überhaupt war, für wen es geschrieben wurde oder warum es dort stand. Ich las die Worte, und sie sagten mir nichts.
Bis sich jemand mit mir hinsetzte und mir erklärte, worum es in 3. Mose geht. Fünf Minuten. Und auf einmal ergab derselbe Text, an dem ich dreimal gescheitert war, einen Sinn.
Da wurde mir klar, wo das Problem lag: Mir hatte nie die Ausdauer gefehlt. Ich wusste nur vorher nie, was ich da eigentlich lese.
Also machte ich dasselbe mit den anderen Büchern. Auf losen Blättern notierte ich, was ich wissen musste, bevor ich eines aufschlug: wer es geschrieben hat, wann, was damals los war, wer darin vorkommt. Ein Blatt pro Buch.
Aus den losen Blättern wurde die Bibel-Landkarte. Sie ist die Erklärung, die mir gefehlt hat – aufgeschrieben für jedes Buch der Bibel.
Ich bin weder Pastor noch Theologe. Ich bin jemand, dem man die Dinge erklären musste, bevor er sie las. Deshalb ist die Landkarte so aufgebaut: für Menschen, die gerade anfangen, nicht für Leute, die sich schon auskennen.
— Mateo Benavídez